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11.12.2017 : 6:44

Unsere Chronik

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Unsere Chronik - "Die Sch├╝tzen in Trauchgau"

Wann zum ersten Mal in Trauchgau geschossen wurde ist nicht genau belegt. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Anf├Ąnge des Sch├╝tzenwesens auch bei uns irgendwo im 16. Jahrhundert liegen. Schlie├člich war das Schl├Â├čle von Niederhofen um 1590 Jagdzentrum der bayrischen Kurf├╝rsten unter Herzog Ferdinand. Die erste erhaltene Sch├╝tzenscheibe stammt aus dem Jahr 1764. Sie wurde mit Vorderladern ausgeschossen. Die Scheibe wird beim J├Ąger (Straubinger) in Nieder-hofen aufbewahrt, eine Kopie ist im Eigentum der Vereinigten Sch├╝tzen Trauchgau.

Dass schon im fr├╝hen 19.Jahrhundert in Trauchgau geschossen wurde beweist eine 1877 von Johann Pr├Âbstl gestiftete Scheibe mit der Aufschrift ÔÇ×Ich habÔÇÖ 50 JahrÔÇÖ geschossen, hat Mich oft verdrossen aber itz isch au├č Ich sich nimmer nausÔÇť.

Erstmals schriftlich erw├Ąhnt sind Trauchgauer Sch├╝tzen 1846 in den Aufzeichnungen des Schullehrers Kaspar Birk, der von einem Scheibenschie├čen zu Ehren K├Ânig Ludwigs auf dem Weitstand zu den drei M├╝hlen (heute Halblech) berichtet.

1864 erfolgt die erste Eintragung eines Sch├╝tzenvereins bei der Gemeinde. Feuer wurde also wenigstens seit 1864, wahrscheinlich aber bereits fr├╝her, geschossen. Aus den noch vorhandenen Aufzeichnungen geht hervor, dass an den Sonntagen ├ťbungsschiessen abgehalten wurden. Das Schiessen hatte G├╝ltigkeit, sobald drei Sch├╝tzen anwesend waren. Die Nichtanwesenden mussten Strafe bezahlen. Jeder hatte einen Feuerstutzen, mit dem 10 Schuss ÔÇ×ins BuchÔÇť und einer auf die Ehrenscheibe abgegeben wurden. Die meisten Sch├╝tzen nahmen aus finanziellen Gr├╝nden nur 11 Schuss mit ÔÇô Schie├čen war damals eine teure Angelegenheit.

1875 entsteht ÔÇ×beim ChristophÔÇť (heute Gasthof Adler) die erste Zimmersch├╝tzengesellschaft. Mitglieder sind die Selben wie bei den Weitstandsch├╝tzen, unter ihnen auch Buchinger und Berghofer. 1887 trennen sich die Trauchgauer Sch├╝tzen vom Winterschiessen im Gasthof Christoph und gr├╝nden im Gasthaus Hirsch einen Zimmersch├╝tzenverein. Die Buchinger Sch├╝tzen ziehen sich nach Berghof zur├╝ck. Erhalten sind Statuten aus dem Jahr 1900, 1. Sch├╝tzenmeister ist Adolf Kaufmann. Mit dem Bau der Postwirtschaft trennen sich 1903 die Trauchgauer Zimmersch├╝tzen in eine I. und II. Zimmersch├╝tzengesellschaft. Die I. Gesellschaft unter Sch├╝tzenmeister Pfarrer Geiger schie├čt in der Post, die II. Gesellschaft bleibt im Gasthof Hirsch. Sch├╝tzenmeister ist dort Josef Helmer. 1904 wird im Gasthof Sera eine weitere Sch├╝tzengesellschaft gegr├╝ndet.

1926 Gr├╝ndung des KK-Vereins durch Johann Pr├Âbstl und Bau eines ersten KK-Schie├čstandes. Bereits 1930 wurde ein neuer KK-Stand errichtet. Dieser KK-Stand hatte seinen Platz ungef├Ąhr an der heutigen Schussstatt und stand neben dem Feuersch├╝tzenstand.

Josef Pr├Âbstl und Max Pfeiffer, Feuersch├╝tzen Halblech, stiften 1934 eine Vereinsfahne. Die Fahnenweihe ist am 27. Mai 1934. Die Fahne wird bis heute von den Vereinigten Sch├╝tzen Trauchgau verwendet.

1947 brennt der Feuersch├╝tzenstand ab. Die ├ära des Feuerstutzenschie├čens ist damit in Trauchgau endg├╝ltig beendet. Der benachbarte KK-Stand wird wegen des Schie├čverbots nach dem zweiten Weltkrieg ebenfalls abgebaut.

1951 werden mit dem Wiederaufleben des Sch├╝tzenwesens die Vereinigten Sch├╝tzen Trauchgau gegr├╝ndet. Die einzelnen Gesellschaften bestehen zwar weiter und f├╝hren ihren Schie├čbetrieb bei Gesellschaftsschie├čen in den unterschiedlichen Wirtschaften durch. Nach au├čen vertreten aber jetzt die Vereinigten Sch├╝tzen die Trauchgauer Farben auf Preisschie├čen und Meisterschaften. 1. Sch├╝tzenmeister wird Josef Niggl, Ried.

1956 Wiederaufbau des KK-Standes auf einem vom Oberm├╝ller zur Nutzung ├╝berlassenen Grundst├╝ck.

1966 packen die Vereinigten Sch├╝tzen die Gelegenheit beim Schopf und errichten im Keller der neugebauten Turnhalle in Trauchgau einen Luftgewehr-Schie├čstand mit Aufenthaltsraum. Dort wird fortan auf vier 10-m-St├Ąnden geschossen. Nachdem das Schiessen in den Gasth├Ąusern auf Grund immer strengerer beh├Ârdlicher Auflagen zunehmend schwieriger wird, und zudem vor jedem Schiessen erst der Stand aufgebaut werden muss, schie├čt die II. Gesellschaft gleich nach Fertigstellung im Stand in der Turnhalle. Die I. Gesellschaft schlie├čt sich 1973 an, nachdem die Verh├Ąltnisse im Gasthof Post untragbar geworden sind.

1967 Beni Niggl wird beim Oktoberfestschiessen Landessch├╝tzenk├Ânig.

1968 Albert Sch├Ân schie├čt das beste Blattl auf die Scheibe f├╝r den Landessch├╝tzenk├Ânig, darf aber nicht K├Ânig werden, weil er noch keine 18 Jahre alt ist.

1978 Einweihung und Er├Âffnungsschiessen der umgebauten KK-Schussstatt.

1982 Josef Niggl wird wegen seiner au├čerordentlichen Verdienste um das Sch├╝tzenwesen zum Ehrenmitglied des Sch├╝tzenbezirks Schwaben und zum Ehrenmitglied des Bayerischen Sportsch├╝tzenbundes ernannt.

1988 Erweiterung des Luftgewehrstandes in der Turnhalle auf 8 St├Ąnde.

1991 Die Vereinigten Sch├╝tzen stiften f├╝r das neue Gel├Ąut der Pfarrkirche St. Andreas die Zw├Âlf-Uhr-Glocke. Die Glocke tr├Ągt ein Bild des Sch├╝tzenpatrons Hl. Sebastian und die Inschrift "1866-1991, 125 Jahre Trauchgauer Sch├╝tzen"

1999 Abermalige Schiessstanderweiterung und Neubau von Aufenthalts-, Umkleide- und Auswertungsraum. Es entstehen 11 Luftgewehrst├Ąnde, von denen 3 auf 15 m zum Zimmerstutzenschiessen verl├Ąngert werden k├Ânnen.

Landesk├Ânig: Benedikt Niggl 1967
Bezirksjugendk├Ânig: Markus Doller 2009
Gauk├Ânige: Eduard Pfeiffer 1975
Stefan Gans 1995
Gauk├Âniginnen: Rosmarie Lichtblau 1990
Petra Etschmann 1995
Petra Etschmann 1998
Margit St├Âger 2005
Kreszentia Lang 2007
Gaujugendk├Ânig: Pr├Âbstl Christine 1999
Thomas Niggl 2005
Sch├╝tzenmeister VS Trauchgau:
Josef Niggl 1951-1973
Josef Gunkel 1973-1985
Benedikt Niggl 1985-1993
Hans-Peter Kristen 1993-